Anmeldung  

   

 

Wir möchten Euch ganz herzlich einladen, das 2.HORIZONTA-Festival Kassel am Sa., den 29.02., im
Kongress Palais zu besuchen.

Vier verschiedene Live-Fotoreportagen erwarten Euch!


 

HORIZONTA jährlich im Kongress Palais: Neues Festivalformat für Kassel Kulturelles Happening zum Schutz des brasilianischen Regenwalds
 
Am Samstag, dem 29. Februar präsentiert die Naturschutzorganisation AMAP zum zweiten Mal das HORIZONTA-Festival Kassel im Kongress Palais. Das sind vier Livereportagen mit jeweils zwei Stunden spannungsgeladener Abenteuergeschichten: von hochkarätigen Referenten live erzählt und begleitet von packenden Fotografien und Filmsequenzen auf 10-Meter-Großleinwand mit tiefgehender Musik – auch geeignet für Kinder.
 
Am Morgen eröffnet die niederländische Profifotografien Jolanda Linschooten das HORIZONTAFestival Kassel um 11:00 Uhr mit ihrer Liveshow „Wildes Skandinavien“, gefolgt von der „Leavinghomefunktion“ des fünfköpfigen und gleichnamigen Künstlerkollektivs Johannes Fötsch, Kaupo Holmberg, Anne Knödler, Elisabeth Oertel und Efy Zeniou um 14:00 Uhr. Am Nachmittag um 17:00 Uhr zeigt der Fotojournalist und Islamwissenschaftler Lutz Jäkel mit „Syrien“ den Alltag bis 2011 des menschlich wie kulturell so reichen Landes. Den Programmhöhepunkt am Abend um 20:00 Uhr bildet der Extrembergsteiger Thomas Huber mit seiner Liveshow „Stein/Zeit“. Tickets und weitere Infos zum Programm unter: www.horizonta-amap.de
 
Sämtliche Erlöse der HORIZONTA fließen in die Wald- und Klimaschutzprojekte des Veranstalters AMAP e. V. (Almada Mata Atlântica Project) zum Schutz des Mata-Atlântica-Regenwalds an der brasilianischen Kakaoküste – dem bereits zu mehr als 90 Prozent zerstörten Lebensraum der von der IUCN als stark gefährdet eingestuften Goldkopflöwenäffchen. www.amap-brazil.org
 
Tickets gibt es im Vorverkauf ab 14,20 € bis 25,20 € inkl. VVK-Gebühren unter www.horizonta.reservix.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Ein Festivalpass, der alle vier Shows umfasst, ist ab 39,50 € bis 52,70 € inkl. VVK-Gebühren erhältlich.
 
(Hintergrund zum Veranstalter)
 
AMAP ist eine gemeinnützige deutsch-brasilianische Naturschutzorganisation, in deren Mittelpunkt der Schutz der von der IUCN als stark gefährdet eingestuften Goldkopflöwenäffchen steht. Deren einziger Lebensraum, der Atlantische Regenwald an der ostbrasilianischen Kakaoküste, ist inzwischen auf ein Minimum zusammengeschrumpft – mehr als 90 Prozent sind bereits zerstört. Durch Landkauf, Aufforstung, nachhaltig-ökologischen Kakaoanbau und Schutzgebietsausweisung fördert AMAP den Erhalt und die Ausweitung des bereits stark fragmentierten Lebensraums der Mata Atlântica für Mensch und Natur. www.amap-brazil.org


Wir wünschen Euch viel Spaß und einen schönen Tag mit

wundervollen Bildern und Geschichten.

Herzliche Grüße

Euer Vorstand.

Der legendäre Boulderwettbewerb Rock & Jump fand zum 19ten (!) mal statt. Für ein volles Haus aus allen Bundesländern sorgte das eifrige Team um Götz Wiechmann. Super Organisation, super Stimmung, grandiose Boulder und fabelhafte TeilnehmerInnen machten den Tag zum Ereignis, in der Vertical World Kletterhalle. Der AlpinClub Kassel sagt DANKESCHÖN an alle Organisatoren! Und HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH an die, die die tollen Preise abräumten ... -mit Recht, ...wie der Video-Rückblick des ACK beweist:

Zum Video: Rock & Jump 2018

Zum Video: Rock & Jump 2018

 

 

 

 

Hier könnten die Veranstaltungen des ACK dargestellt werden.

 

Wir waren spät dran. Andrea fuhr forsch. Klettern konnten wir heute nicht mehr. Im matten Blau flogen bewaldete Hügel an uns vorbei, eingetaucht in magisches Vollmondlicht. Natürlich wollte ich mich nicht als ängstlicher Beifahrer outen und schwieg – auch noch, als sie amüsiert erzählte, dass kürzlich einem Beifahrer übel wurde. Nun, sie fuhr sicher, also hielt ich den Mund.

Wahrscheinlich freute sie sich auf die Pfälzer Küche. Und die Freunde des Alpinclubs. (Wahrscheinlich in umgekehrter Reihenfolge). Abklettern war angesagt. Und alle waren gespannt, was Petrus morgen in die Waagschale werfen werde.

Angekommen, im Bärenbrunner Hof, steuerten wir den Tisch unserer Freunde an, die bereits im Verdauungsmodus weilten. Zahlreiche Gläser tummelten sich am Tisch und gute Stimmung erfüllte den Raum – weit und breit nur Alpinclubler.

Die Bedienung sah mit erstaunlicher Gelassenheit darüber hinweg, dass sie längst Feierabend haben konnte. Ebenso der Inhaber und Koch. Der saß bereits im Auto, als wir einkehrten, und sehnte sich wahrscheinlich nach Hause. Im Bärenbrunner Hof lebt jedoch der Service-Gedanke.
Vor diesem Hintergrund tranken wir noch eine letzte Runde. Wissend, dass das Lagerfeuer bereits brannte, vor der Hütte des PK. Doch halt: Horst und Anette fehlten noch. Also noch ein bisschen Warten… und wir brachen den Widerstand der Bedienung erneut – dieses Mal aber echt die allerletzte Runde!
Der erste Abend im Bärenbrunner Hof lag hinter uns. Bis zur Hütte waren es nur noch wenige Hundert Meter. Die nächtliche Luft roch schwer nach Laub und Moder. Die zitternden Lichtkegel unserer Stirnlampen huschten wie scheue Tiere durch den Wald. Und bald leuchtete uns das heimelige Flackern des Lagerfeuers entgegen – Frank und Uwe hatten ganze Arbeit geleistet!
Rasch teilten wir uns auf, in das Schnarcher- und Nichtschnarcher-Zimmer. Und – ganz offen – es muss ein übler Egoismus meinerseits gewesen sein, den Frieden der Nacht im Nichtschnarcherzimmer zu gefährden, in dem ich mich (als Selten-Schnarcher) dem Nichtschnarcherzimmer zuordnete – wohlwissend, dass unter bestimmten, seltenen, Rahmenbedingungen auch ich zum Schnarcher werden! Dazu später ungern mehr.

Schon setzten wir uns ans knisternde Feuer und zur wohligen Wärme, scherzten und lachten im flackernden Licht. Wir schwelgten in tollen Geschichten und Abenteuern, die bereits unauslöschlich im Tourenbuch verbucht waren…
So schön die Stunden – wir wollten früh raus. Und so ließen fast alle die Vernunft siegen, und legten sich zum Ruhen ins Nichtschnarcher- und Schnarcherzimmer.

Frühstück. Ich staunte und staunte, was alles aufgetischt wurde! Weich gekochte Eier, selbstgemachte Marmelade, Yoghurt, Müslis ohne Ende, Wurst, Käse UND: das Riesenblech selbstgebackenem Apfelkuchens. Da stand es! Endlich hatte ich es vor Augen, live! Bisher hatte ich es nur aus dem Abbild aus der WhatsApp-Gruppe gesehen. Also, in der WhatsApp-Konversation, war dieses Bild dasjenige, das tief in mir einschlug. –OK, der Teufelstisch war auch nicht schlecht, aber Tanja´s Blechkuchen schoss den Vogel ab. Und gab mir Sicherheit: Sollte das Wetter versagen – der Apfelkuchen würde es richten!
Aber: Vielfalt und Reichtum haben auch ihre Schattenseiten: Auf den Tisch passte kein Blatt Papier mehr zwischen die Eierbecher und Drückerkannen, zwischen Tassen, Becher, Müslischalen und Marmeladen … und es dauerte, bis ich den Eierlöffel im Unterholz der Frühstücksgarniture ertastete. Egal. Jammern kann ich gut!
Und nach dem Frühstück entfalteten sich die Selbstorganisationskräfte der Alpinclub-Gruppe und sorgten - wie von Geisterhand geführt -zu flinkem Abwasch und allem, was es braucht, um eine Hütte wie neu erscheinen zu lassen. Dank den Fleißigen!
Los ging´s – Halt! Da war noch was: Was machten wir eigentlich heute? Wohin sollte es gehen? Naturgemäß gehören die Entscheidungsprozesse, wer wann was mit wem wo macht, zu den Gruppenprozessen, die mich manchmal ins Einzelgängertum treiben. Aber, nach dem Frühstück war mein Bewegungsdrang noch sediert und – ehrlich gesagt – jede Minute „Ruhe vor dem Sturm“ kam grad´ gelegen.
Noch im Bärenbrunner Hof schaute ich mich um. Im Innenhof faszinierte eine Gruppe von faulen Bioschweinen, die allesamt herumlagen, als hätten sie nie, nie, niemals wieder Bock auf irgendwas.

Auch, wenn es mir noch ähnlich ging – es wurde Zeit, wir mussten los! Doch, wo waren Tanja und Horst? Hatten sie sich verirrt? Im Dschungel des Outdoorklamotten-Ladens verschollen? Irgendwer musste sie retten …
Irgendwann ging es dann unvermeidlich los. Andrea fuhr ambitioniert. Hatte aber zum Glück kein Navi und musste hinter dem Vorderfahrzeug her. Um uns herum, in den pfälzer Bäumen und Wäldern, früh-herbstliche Farben. Die Sonne zeigte sich gnädig und strahlte manchmal müde hinter den Schleierwolken hervor. Sanft mischten sich Pastellfarben in das Grün der Blätter, die bald müde würden und den Halt verlören. Egal – ein Klettertag, wir hatten Glück, Petrus meinte es gut.

Endlich im Wald und der Natur konnten wir dem Nachgehen, wofür unser Herz schlägt: Felsen suchen in der Natur, Klettern. Auf dem Weg zum Felsen flanierten wir an weiten Wiesen mit riesigen Parasolpilzen vorbei. Parasole, wie Regenschirme. Herrliche Wanderwege wollten nicht enden. Nur der Krappenfels, der versteckte sich keck.

Es dauerte, doch dann war alles klar. Außer uns kein Mensch weit und breit. Ran an den Fels. Unser Vorstiegs-Terminator Horst scharrte mit den Hufen … wo seine Hände zupackten, fürchtete ich manchmal um den pfälzer Sandstein. Aber, alles ging gut und ratzefatze waren die Seile eingehängt. Auch Martin schrubbte flink die Felsen hoch. Vorsteiger und NachsteigerInnen kamen auf ihre Kosten. Das Kletterglück war unser.

 

Abends, in der Hütte, schoben sich dunkle, schwere Wolken vor den Himmel. Schon fing es an zu Regnen. Die ganze Nacht hindurch, als wollte die Natur sprechen: „So! Genug Spaß gehabt in diesem Jahr, jetzt reicht´s, Schluss mit lustig, Aus die Maus: Zieht Euch in die Hallen zurück, auf in die Muckibuden, trinkt Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, entstaubt die Skier und Schlitten, fahrt meinetwegen in´s Ausland, schwitzt in Wellnessthermen und sehnt Euch nach dem nächsten Frühling…
Nun, wir hatten die richtige Antwort, packten den Beamer aus und schauten Bilder der Touren dieses Jahres. Arco, Norwegen, Kap Verden – alle Touren werden ab sofort in regelmäßigen Abständen auf der Facebook-Seite des Alpinclub publiziert. Und: wir haben eine neue Whats-App-Gruppe für Kletterfreundinnen eingerichtet, bei der sich alle eintragen können, die mitkriegen wollen, wann was wo mit wem geht – Anmeldung bitte über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

So. Der Beitrag darf nicht enden, ohne dem zu danken, dem wir auch diese Organisation verdanken: Martin Benseler. Ohne sein umtriebiges Engagement hätten wir diese Tage in der Pfalz und am Fels nicht genießen können - Vielen Dank, Martin!

Freuen wir uns auf das nächste Anklettern 2018! Bitte scheut Euch nicht, uns anzusprechen, zu weiteren Kletterevents - oder um Euch selbst ein wenig zu egagieren. Jede helfende Hand tut uns, unserem Verein und dem Klettersport gut ;-)

Ein tolles Video um das Thema Kletterhalle und Pfälzer Wald findest Du auf Youtube.
Und hier noch ein paar Impressionen:

 

 

Lalalalala lalala alalala alala alal a
Hier kommt vermutlich der Text unter das Bild ... wieviel genau dahin passt, wird sich zeigen ...

 

 

Auftakt im Nissedal. Alpin, baby!

Eigentlich ist ja das Setesdal das berühmteste Klettergebiet Norwegens – zumindest, wenn man nach den Deutschen geht. Wir hingegen berührten unseren ersten norwegischen Fels im benachbarten Nissedal – eine goldrichtige Entscheidung! Das Tal ist touristisch deutlich weniger erschlossen und bietet genügend Plätze, um auch wildcampend unterwegs zu sein. Das ist in Norwegen schließlich grundsätzlich erlaubt, so lange man nicht auf Privatgrund steht und sich unauffällig verhält.

Obwohl es im ganzen Tal Klettermöglichkeiten gibt, ist das Haegefjell das beliebteste Ziel für Kletterer. Ein riesiger Felsblock, der von weitem wie ein umgefallenes, übergroßes Ei aus Granit aussieht. Seine rund 500 Meter hohen Wände sind von zahlreichen Routen durchzogen, die teilweise selbst abgesichert, teilweise geboltet sind und von sehr leicht bis sehr schwer reichen. Hier findet garantiert jeder etwas, um seine Kletterträume zu erfüllen – vorausgesetzt, man hat Freude an Platten, denn um die kommt man in kaum einer Route rum. Wer es jedoch bis oben schafft, wird mit einer großartigen Aussicht und einem malerischen Abstieg belohnt. Zunächst wandert man noch in karger Steinlandschaft, kommt später in das so typische Fjell, das von grünen Wiesen, Wollgras, kleinen Seen und einzelnen Baumgruppen durchzogen ist und erreicht unten den „Fairy Tail-Forest“, der seinen Namen durchaus zu Recht trägt. Ein großartiges Erlebnis. Und das Schönste: Hat man einmal den ersten Stand erreicht, gibt es keine Mücken mehr.

Quickfacts:

Übernachten: Wildcampen gut möglich, am Haegefjell WC vorhanden. Campingplätze am See Nisser.

Anfahrt: Ca. zwei Stunden von Kristiansand, ca. 3,5 Stunden von Oslo (über Drammen, Notodden, Flatdal, Seljord, Brunkeberg, Vrådal, Nordbygda)

Charakter: Vorwiegend plattiger, teils strukturierter Granit

Absicherung: Teils gebohrt, viel zum selbst absichern.

Kletterführer: Ga Telemark von Götz Wiechmann. Ca 23 Euro.

   
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