Anmeldung  

   

Der DAV-AlpinClub Kassel e.V. wurde im März 2006 von einigen nimmermüden Kletterern und Alpinisten gegründet und ist seit 2008 eine Sektion des Deutschen Alpenvereins.

Unterwegs sind wir – jung und alt – in den Mittelgebirgen rund um Kassel, aber auch an vielen großen und kleinen Bergen dieser Welt.

Die Aus- und Fortbildung ist uns ein wichtiges Anliegen. Allgemeine Informationen und das vollständige und aktuelle Jahresprogromm findet Ihr hier:  Programm 2019.

NEUE Satzung DAV ACK

 

Fränkische Schweiz, im August 2019
Berit, Claus, Jannik, Luise, Philine

4.30 Uhr. Unmenschlich früh fuhr ich los. Auf ging es in die Fränkische, zu Oma Eichlers Zeltplatz. Berit, Jannik, Luise und Philine, die bereits vorgefahren waren, schliefen gewiss noch in ihren taubedeckten Zelten, um Kraft zu tankten für die anstehenden Klettertage.

Im Frankenjura schrieb der Klettersport Geschichte. Kletterfreunde aus aller Welt zieht das liebliche Mittelgebirge seit über 200 Jahren an – bei rund 12.000 Kletterrouten an etwa 800 einzelnen Felsen. Herrlicher Kalkfelsen lockt mit seinen zahlreichen Rissen, Kaminen, Wänden, Kanten, Überhängen, Bierhenkeln und Fingerlöchern. Kletteridole wie Wolfgang Güllich und Kurt Albert verewigten sich hier mit sackschweren Routen.

Gute drei Stunden später querte ich die frische, tautropfenglitzernde Wiese des Campingplatzes und steuerte auf den Tisch meiner Kletterpartner zu. Dem Tisch fehlte es an nichts - die Gesichter meiner Freunde waren noch nicht so taufrisch.
Die Sonne eroberte gemeinsam mit mir den Frühstückstisch. Sie kroch Zentimeter für Zentimeter von der selbstgemachten Himbeermarmelade, zum Obst, dem Müsliyoghurt, Kaffee, Tee, Obstsaft bis rüber ans andere Ende des Tisches, zum schon schwitzenden Gouda.

Die schlaftrunkenen Gesichter von Berit, Janik, Luise und Philine erwachten zusehends... -was nicht nur den rücksichtslosen Wespen zuzuschreiben war. Aufgeregt schwirrten sie über das exorbitante Nahrungs-Angebot unseres Campingtisches. Die Wespen verhielten sich wie Sozialtaliban und nahmen nicht die leiseste Rücksicht auf unsere Gemüter an diesem jungfräulichen Tag. Doch die Idylle des Zeltplatzes von Oma Eichler schien unerschütterlich - ringsherum Kletterer aus aller Welt. Jung und alt. Groß und klein. Auf den Tischen dampfte frischer Kaffee und Tee, dufteten Brötchen.

Nur die Wespen ließen nicht locker - alles auf dem Tisch war scheinbar ihres. Scheinbar! Denn schon bald lagen manche Nerven blank. So wunderte es wenig, dass manche am Tisch unsere Marmeladen, Früchte und Müslis nicht widerstandslos hergeben wollten. Die Unruhe, die die Schwarzgelben verbreiteten, passte nicht in die sonst so makellose Frühstimmung: neben den Zelten schlängelte sich -  erfrischend anzuschauen - die Trubach. Sie verdichtete das Naturidyll zu einer perfekten Komposition.

Aktion und Reaktion entwickelten einen regelrechten Kleinkrieg zwischen Mensch und Tier, der übles Ausmaß annahm. Es eskalierte ein Gemetzel, das an dieser Stelle keine weitere Vertiefung und Aufmerksamkeit verdient. Die wurde uns nämlich bereits zuteil - campingplatzweit. Doch bald folgte besonnenes Verhalten und wir schauten nach Vorn … zu den Felsen, die lockten.

 

Zunächst entschieden wir uns für die Hohe Reute. An diesem Fels gab der Kletterführer Routen in allen Schwierigkeitsgraden bis in den Siebten Grad. Eine 3er-Route, „Stemmkamin“, die komplett selbst abgesichert werden muss, bietet gutes Terrain zum Vorstiegs- und Selbstsicherungs-Training. Zwei Siebener, die die Ambitionierteren unter uns ansprachen – und zwei 8er-Routen. Mit seinen 16 m Höhe und 15 Routen stellt die Hohe Reute ein interessantes Kletterziel in der Fränkischen dar.

Und nach der Kletterei, zurück am Campingplatz, erfreuten wir uns an selbstgemachten Kuchen von Oma Eichlers Nachfahren. -Auch die selbstgebrannten Obstler aus der Region dürfen nicht unter den Tisch fallen - sie rundeten den Tag angemessen ab.

Neuer Tag neues Glück. Die Wespen machten sich wieder über unser Frühstück her - genau wie wir.

An diesem Tag fuhren wir zu dem linken Teil der Zimmerbergwände. Dort finden sich 12 Routen, von 5- - 7+/8-, 15m hoch.

Tolle Kletterrouten forderten uns heraus. Der Paukenschlag stand jedoch noch bevor: Jannik hatte den "Rolling Stone" (8) entdeckt. Ein eingequetschter Riesenklotz, verklemmt zwischen zwei Felswänden, beherbergt einen überhängenden Boulder, der Ehrfurcht einflößt - nur vom Zuschauen. Nach einem ambitionierten Klettertag ein würdiger Abschluss. Und Jannik boulderte den Kracher aus, um ihn dann sauber durchzureissen!

Es war ein spannendes Wochenende mit tollen Freunden und hinterlässt den Wunsch rasch wiederzukommen.

 

Und weil´s so schön war, gibt es auch noch ein Video:

 

Und noch ein paar Impressionen als ad on:

 

 

 

Liebe Mitglieder des Alpinclubs Kassel,

wir, der Vorstand, hoffen, Ihr hattet eine fröhliche und erholsame Weihnachtszeit und habt einen schönen Jahreswechsel erlebt. Für das neue Jahr wünschen wir Euch knackige Routen, trockenen Fels, traumhafte Aussichten, faszinierende Gipfelerlebnisse, wunderschöne Wanderrouten und gute Seilschaften.

Mit diesem Schreiben möchten wir Euch über die Vereinsaktivitäten des letzten Jahres informieren und Aussichten für das neue Jahr geben.

Rückblick:

Bereits im Verlauf des Geschäftsjahres 2017 zeichnete sich ab, dass für die Zukunft des Vereins ein paar Strukturveränderungen auf den Weg gebracht werden mussten. Gemeinsam mit unseren in 2017 neu gewonnenen Vorsitzenden Claus Knobel (1. Vorsitzender) und Lars Gross (2. Vorsitzender) haben wir „alten Hasen“ die Ärmel aufgekrempelt. Wir haben uns die Arbeitsbereiche und Finanzposten angesehen, Handlungsbedarfe in verschiedenen Ressorts ermittelt und versucht, diverse Lösungsmöglichkeiten zu identifizieren.

Leider hat unser langjähriger Jugendreferent Martin Benseler zur Jahreshauptversammlung 2018 seinen Rücktritt angekündigt. Er hat das Amt aber noch kommissarisch bis 30.06.2018 weitergeführt. Wir danken ihm an dieser Stelle nochmal für sein jahrelanges, intensives und unermüdliches Engagement für den Verein und insbesondere für die Kinder und Jugendlichen.

Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden alle auf der Versammlung im Amt bestätigt. So haben wir uns der neuen Veränderung gestellt, unsere Zusammenarbeit nochmals harmonisiert und verdichtet und konnten so die bereits angestoßenen Strukturveränderungen weiter angehen und insbesondere im zweiten Halbjahr erfolgreich weiterentwickeln!

Folgendes haben wir in den letzten 2 Jahren erreicht:

  • Jugendreferat: Zum Ende der vierjährigen Tätigkeit als Jugendreferent von Martin Benseler konnten wir zunächst auf die Unterstützung von Cora Günther und Julia Schröter zählen, die uns und vor allem Götz Wiechmann geholfen haben, die Jugendarbeit lückenlos weiterzuführen und vor allem neu zu strukturieren. So können wir sagen, dass wir nach einer kurzen Überleitungsphase nach den Sommerferien guten Zuspruch in den Jugendgruppen sehen. Derzeit betreuen wir ca. 50 Kinder und Jugendliche in vier regelmäßigen Gruppen, die alle von den Jugendleitern vorbildlich geführt werden. Die Kommunikation und Selbstorganisation klappt super. Und an dieser Stelle möchten wir Julia Schröter und Cora Günther für ihr Engagement herzlich danken. Leider können die beiden ausbildungsbedingt nicht dauerhaft im Vorstand für das Jugendreferat zur Verfügung stehen.
  • Ausbildungsreferat: Im gesamten Verlauf des Jahres 2018 wurde unser Ausbildungsprogramm mit mehreren Kursen erfolgreich angenommen.
  • Leistungsreferat: Unsere erfolgsverwöhnten Leistungsgruppen sind wie jeher aktiv. Leider standen sie sie auf Wettkämpen nicht so regelmäßig auf „dem Treppchen“ wie in den Jahren zuvor. Aber mal ehrlich: Wir freuen uns natürlich mit den Mitstreitern anderer Sektionen für ihre Erfolge und feuern unsere Mannschaft in der Zukunft wieder kräftig an! Verantwortlich für die tolle Arbeit im Leistungsreferat sind insbesondere Philip Ratajczak, Moritz Rumpf und neu im Boot Tim Spengler.
    Im Vorstand haben wir bereits Überlegungen für neue Strukturen und eine engere Verzahnung mit dem Jugendarbeitsbereich angestellt, die aber noch nicht ganz abgeschlossen sind.

Weitere Aktionen und Arbeitsbereiche des Vereins:

  • Mit der der Kletter-AG der Söhreschule haben wir wieder eine erfolgreiche Kooperation umsetzen können.
  • Im Juli fuhr wieder eine Gruppe in die Dolomiten. Dieses Ziel wird seit Jahren von unseren Mitgliedern besucht und im letzten Jahr waren acht Teilnehmer dabei und haben Routen mit bis zu 15 Seillängen klettern können.

 

 

  • Unser jährliches Abklettern sollte eigentlich in den Ith gehen. Die Wetterlage, die uns den ganzen Sommer und Herbst so verwöhnt hat, ließ uns dann aber im Stich. So wurde daraus eine lustige Fahrt nach Göttingen ins Roxx.

 

 

  • Kooperation Vertical World: Die Kooperation mit der Vertical World wurde in den letzten Jahren zunehmend vertieft. So hat der ACK in 2017 die neue Boulderwand (für Insider: den PILZ) gestellt, der eine große Bereicherung für die Vertical World darstellt. Außerdem unterstützen unsere Mitglieder die Vertical World immer wieder bei der Umsetzung des Rock&Jump-Wettkampfs, in 2018 sogar mit der Erstellung eines Videos.

 

  • Finanzen und Mitgliederverwaltung: Dank der klugen und akkuraten Tätigkeit des Schatzmeisters Walter Frost können wir immer sicher sein, dass die finanzielle Lage des Vereins sauber und transparent ist. Ihm ist es auch zu verdanken, dass wir jederzeit Informationen über die Finanzlage der Referate abrufen können. Aus privaten Gründen muss Walter nun auch seine Arbeit für den Verein reduzieren, weshalb wir uns entschlossen haben, die Vereinsverwaltung mit dem Mitgliederverwaltungsprogramm MV-Manager des DAV zu synchronisieren. Hierzu mussten Softwarelizenzen und ein Laptop angeschafft werden. Derzeit arbeiten wir an der Datenmigration. Wir hoffen, dass eine personelle Entlastung so einfacher gefunden werden kann.

 

  • Außendarstellung: Die Homepage des Vereins hat zunehmend Probleme bereitet und musste komplett neu aufgesetzt werden. Dank Claus haben wir nun eine schöne neue Homepage, auf denen Ihr auch tolle Videos findet. Schaut mal rein!
    Auch, wenn unsere Außendarstellung noch eher zurückhaltend ist, haben wir weiterhin einen Mitgliederzuwachs.
    Für die Zukunft planen wir Foto-/Dia-/Bilderabende. Wir möchten von Fahrten, Klettertouren und allem berichten, was unsere Klettergemeinschaft ausmacht. Wir freuen uns an dieser Stelle auch über kreativen Input aus den Reihen der Mitglieder.

 

Ausblick:

Auch im Jahr 2019 wollen wir wieder zum An- und Abklettern einladen, Fahrten machen, zu Wettkämpfen fahren und gemeinsam Spaß haben. Unser Ausbildungsreferat wird ebenfalls wieder ein Angebot an Kursen bereitstellen, welches in Kürze auf der Homepage zu sehen sein wird. Wir müssen allerdings auch ankündigen, dass wir uns – wie in den letzten Jahren auch – an Euch alle wenden und um Eure Unterstützung bei der Vereinsarbeit bitten. Wir sind nur zu viert und haben alle unseren Beruf und unsere Familien. Ohne Euch wird die Luft ganz schön dünn hier oben. Kommt zur Jahreshauptversammlung. Jugendreferat und Mitgliederverwaltung brauchen dringend Unterstützung, damit die so gut angelaufenen Umstrukturierungen auch weiter Früchte tragen können.

In den Vereinsämtern sind wir derzeit wie folgt vertreten:

Claus Knobel: 1. Vorsitzender

Lars Gross: 2. Vorsitzender

Walter Frost: Schatzmeister und Mitgliederverwaltung

Frauke Frost: Schriftführerin

Götz Wiechmann: Referat Leistungsklettern, kommissarisch: Ausbildungsreferat und Jugendreferat

So verbleiben wir zunächst mit einem kräftigen „Hals und Beinbruch“!

Euer Vorstand - NEUE Satzung DAV ACK

 


Liebe Kletterinen und Kletterer, Mitglieder des AlpinClub Kassel,

gemäß der Abstimmungen im Rahmen der Umsetzung der Kletterkonzeption für den Werra-Meißner Kreis sind bis auf weiteres die Kletterfelsen Ellerstein und Otterbachstein nicht mehr bekletterbar.

Hintergrund hierfür ist die zwischen Landesverband des DAV Hessen, Hessenforst, Landkreis Werra-Meißner und Land Hessen abgestimmte Kletterkonzeption Werra-Meißner-Kreis. Hierbei soll im Rahmen eines Monitorings die Veränderungen an den o.g. Kletterfelsen untersucht werden, um so Rückschlüsse auf den Einfluss der Kletterer auf die vorhandene Fauna und Flora zu bekommen. Das Monitoring ist zunächst für fünf Jahre - bis 2023 - geplant.

Zu diesem Zweck wurden die Zwischenhaken und Umlenker an besagten Felsen verplombt, sowie entsprechende Sperrschilder angebracht.

Ausgenommen davon sind Habichtsstein und Behälterskopf. Die Regelungen werden auch Vorort ausgeschildert bzw. gekennzeichnet sein.

Bitte haltet euch an diese Vereinbarung. Sie dient dem langfristigen Erhalt unserer regionalen Kletterfelsen und einem besseren Verständnis zwischen Kletterern und Behörden.

Unter folgendem Link findet Ihr die Seite DAV-Felsinfo, wo man sich über aktuelle Felssperrungen informieren kann.

 

Euer Vorstand

 

NEUE Satzung DAV ACK

   
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